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Christian Kern
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Christian Kern (* 4. JĂ€nner 1966 in Wien) ist ein österreichischer Manager und ehemaliger Politiker (SPĂ).
Von Mai 2016 bis Dezember 2017 war er Bundeskanzler der Republik Ăsterreich sowie von 2016 bis 2018 Parteivorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Ăsterreichs.
Kern war von 2010 bis 2016 Vorstandsvorsitzender der Ăsterreichischen Bundesbahnen (ĂBB). Seit September 2022 ist Kern GeschĂ€ftsfĂŒhrer der ELL Austria, einer Leasinggesellschaft fĂŒr Schienenfahrzeuge mit Sitz in Wien.cite-ref-1[1]
Zudem ist er seit MĂ€rz 2023 Obmann-Stellvertreter des ĂŒberparteilichen âBĂŒrgerInnen Forums Europaâ.cite-ref-2[2] Seit Oktober 2024 ist Kern VizeprĂ€sident des EuropĂ€ischen Forums Alpbach.cite-ref-3[3]
Contents
âą Leben
âą Politik
âą Nach der Politik
âą Privates
âą Auszeichnungen
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Leben
Christian Kern wuchs als Sohn einer SekretĂ€rin und eines Elektroinstallateurs in der Kaiser-Ebersdorfer StraĂe im Wiener Bezirk Simmering auf. Die Eltern betrieben dann auch ein MilchgeschĂ€ft in Favoriten. SpĂ€ter erwarb der Vater eine Taxilizenz und fuhr Taxi. Die Mutter kĂŒmmerte sich um die Kinder.cite-ref-4[4]cite-ref-diepresse-5-0[5] Christian Kern maturierte im Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Gottschalkgasse 21 in Simmering.cite-ref-6[6] AnschlieĂend studierte er Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der UniversitĂ€t Wien und schloss das Studium 1997 ab (Mag. phil.).cite-ref-7[7]cite-ref-8[8] Danach absolvierte er eine postgraduale Ausbildung am Management-Zentrum St. Gallen von Fredmund Malik.
Beruflicher Werdegang
Im Jahre 1989 begann er seine Karriere als Wirtschaftsjournalist, unter anderem im Wirtschaftspressedienst und bei Option â österreichisches Wirtschaftsmagazin der Wirtschafts-Printmedien GmbH.cite-ref-9[9]
Im Jahr 1991 wurde er in der Bundesregierung Vranitzky III Assistent des StaatssekretĂ€rs Peter Kostelka im öffentlichen Dienst im Bundeskanzleramt. 1994 wurde Kern BĂŒroleiter und Pressesprecher des Klubobmannes des SPĂ-Parlamentsklubs im Nationalrat. Zwischen 1996 und 2000 war er Mitglied im ORF-Kuratorium. Auch Verbund-AG-Vorstand Hannes Sereinig war Mitglied des Kuratoriums und suchte einen Assistenten. Kern bot sich selbst an und so wechselte er 1997 zum Verbund.cite-ref-10[10] Ab 1999 war er Bereichsleiter fĂŒr strategisches Marketing und Verkaufssteuerung. Im Jahr 2000 stieg er zum GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Verbund Stromvertriebsgesellschaft mbH auf und hatte diese Position bis Dezember 2002 inne. Von Oktober 2002 bis Mai 2007 war er Vorstandsmitglied der damaligen VERBUND-Austrian Power Trading AG (heute: VERBUND Energy4Business GmbH) und seit 2001 Prokurist der Verbund AG. Danach wurde er ab Juni 2007 Vorstandsmitglied der Verbund AG und fĂŒr die Bereiche Mergers & Acquisitions Ausland, Beteiligungsmanagement und -entwicklungcite-ref-11[11] sowie fĂŒr das Hochspannungsnetz zustĂ€ndig.
Ab dem 7. Juni 2010 war Kern Vorstandsvorsitzender der ĂBB-Holding AG und fĂŒr die Bereiche Strategie, Kommunikation, Personal und den GĂŒter- bzw. Personenverkehrsbereich zustĂ€ndig. In diesem Zeitraum war er auch Aufsichtsratsvorsitzender verschiedener Tochtergesellschaften, wie etwa der Rail Cargo Austria (RCA), der ĂBB-Personenverkehr Aktiengesellschaft und der ĂBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft. 2014 wurde seine Vertragslaufzeit bei der ĂBB vorzeitig bis 2019 verlĂ€ngert.
Am 1. JĂ€nner 2014 wurde Kern fĂŒr zwei Jahre zum Vorsitzenden der Gemeinschaft der EuropĂ€ischen Bahnen gewĂ€hlt.cite-ref-12[12] In diesem Amt wurde er am 24. September 2015 fĂŒr weitere zwei Jahre bestĂ€tigt.cite-ref-13[13]
Nach erfolgreichen Verhandlungen um das Amt des Vorstandsvorsitzenden der RHI AG wechselte Kern aber als Bundeskanzler in die Politik.cite-ref-kurier-24092017-14-0[14] Mit seinem Antritt als Bundeskanzler wurden alle seine Funktionen im Bahnbereich obsolet, da er als Kanzler keine weiteren BerufstĂ€tigkeiten und Ămter ausĂŒben durfte.
Politik
AnfÀnge
Schon als SchĂŒler war er einmal Klassensprecher und spĂ€ter auch Schulsprecher. Kern war als Gymnasiast MitbegrĂŒnder der Alternativen Liste Simmering, einer Bezirksliste der VorgĂ€ngerorganisationen der GrĂŒnen, und war bei der GrĂŒndung der GrĂŒnalternativen â Demokratische Liste (GAL) dabei. Ein Buch von GĂŒnther Nenning soll ihn dann aber zum Sozialdemokraten gemacht haben.cite-ref-15[15]cite-ref-diepresse-5-1[5] WĂ€hrend seines Studiums engagierte er sich auch im Verband Sozialistischer Student innen in Ăsterreich (VSStĂ) und war Chefredakteur des VSStĂ-Magazins Rotpress â Zeitschrift fĂŒr Hochschule, Politik und Kultur. Bei der HochschĂŒlerschaftswahl 1989 war er Spitzenkandidat fĂŒr den Wiener VSStĂ. Er war Schulungsreferent, wobei er auch Gramsci-Schulungen organisierte und etwa ĂŒber sein Konzept der Hegemonie debattiert wurde.cite-ref-16[16]
Parteivorsitzender und Kanzler
Nachdem Kern bereits frĂŒher mehrfach als möglicher Nachfolger Werner Faymanns als österreichischer Bundeskanzler genannt worden war,cite-ref-17[17]cite-ref-18[18] war er nach dessen RĂŒcktritt am 9. Mai 2016 neben Gerhard Zeiler und Brigitte Ederer erneut als Kandidat fĂŒr die Nachfolge im GesprĂ€ch. Nachdem sich, bis auf die Wiener SPĂ, alle Landesorganisationen fĂŒr ihn ausgesprochen hatten, einigte sich der Bundesparteivorstand am 12. Mai 2016 auf Kern als Nachfolger Faymanns fĂŒr das Amt des Bundeskanzlers und in der Funktion des Parteivorsitzenden.cite-ref-19[19]
Am Vormittag des 17. Mai 2016 wurde Kern im zustĂ€ndigen Bundesparteigremium fĂŒr die neuen Ămter bestĂ€tigt. Am Nachmittag wurde er von BundesprĂ€sident Heinz Fischer als Bundeskanzler angelobt. Mit der Regierungsumbildung vom 18. Mai, in welcher der sozialdemokratische Teil der Bundesregierung maĂgeblich umgebaut worden war, ging die Bundesregierung Faymann II in die Bundesregierung Kern ĂŒber.cite-ref-20[20]
Beim auĂerordentlichen Parteitag der SPĂ am 25. Juni 2016 wurde Kern mit rund 96,8 Prozent der Delegiertenstimmen zum Parteivorsitzenden gewĂ€hlt und löste damit den geschĂ€ftsfĂŒhrenden Parteichef Michael HĂ€upl ab.cite-ref-21[21] Als Schwerpunkt fĂŒr seine beabsichtigte Regierungsarbeit skizzierte Kern eine Reihe von MaĂnahmen, die zu VollbeschĂ€ftigung bis zum Jahr 2020 fĂŒhren sollten und die er in Anlehnung an das Programm des vormaligen US-PrĂ€sidenten Roosevelt New Deal nannte.cite-ref-22[22]
Am 3. September 2016 kritisierte Kern angesichts der durch die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager ausgesprochenen milliardenschweren Steuernachforderung an das Unternehmen Apple in einem Interview mit dem Standard den Umstand, dass in Ăsterreich âjedes Wiener Kaffeehaus, jeder WĂŒrstelstand [âŠ] mehr Steuern als ein globaler Konzernâ zahle. In Hinblick auf Steueroasen in der EU sagte er: âWas Irland, die Niederlande, Luxemburg oder Malta hier tun, ist unsolidarisch gegenĂŒber der restlichen europĂ€ischen Volkswirtschaft.âcite-ref-23[23]
Zum kurz vor dem Abschluss stehenden Freihandelsabkommen der EU mit Kanada, CETA, lieĂ Christian Kern im September 2016 SPĂ-Mitglieder per Online-Voting abstimmen. Die Abstimmung stand auch Nicht-Parteimitgliedern offen und erbrachte bei zirka 23.000 Teilnehmern eine Ablehnung von 88 Prozent.cite-ref-24[24] Auf DrĂ€ngen Christian Kerns reagierte die EU-Kommission darauf, indem sie eine neunseitige ErklĂ€rung ausarbeitete, die unter dem Namen âBeipackzettelâ bekannt wurde und umstrittene CETA-Kapitel prĂ€zisierte. Die SPĂ stimmte daraufhin entgegen dem Ausgang der Parteibasisbefragung der vorlĂ€ufigen Anwendung des Freihandelsabkommens zu.cite-ref-25[25]
Am 11. JĂ€nner 2017 stellte Kern in Wels sein Grundsatzprogramm (âPlan Aâ) vor,cite-ref-26[26] was auch als Wahlprogramm fĂŒr eine allfĂ€llige vorgezogene Nationalratswahl im Jahr 2017 interpretiert wurde.cite-ref-27[27]cite-ref-standard-28-0[28] Zwei Wochen spĂ€ter richtete Kern ein Ultimatum an den Koalitionspartner, um wesentliche Punkte des Plans A in das Regierungsprogramm aufzunehmen.cite-ref-29[29] Die Koalition einigte sich schlieĂlich nach Verhandlungen auf ein neues Regierungsprogramm. Ein Schwerpunkt dabei war die beabsichtigte Reduzierung der Arbeitslosigkeit fĂŒr die Altersklasse 50+ mit der Aktion 20.000.cite-ref-30[30]
Wahlkampf 2017 und die Silberstein-AffÀre
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Hauptartikel
:
Silberstein-AffÀre
Am 10. Mai 2017 erklĂ€rte Vizekanzler und ĂVP-Chef Reinhold Mitterlehner ĂŒberraschend seinen RĂŒcktritt. Sein Nachfolger an der Parteispitze wurde AuĂen- und Integrationsminister Sebastian Kurz. Dieser beendete kurze Zeit spĂ€ter die Koalition und rief vorgezogene Neuwahlen aus.
Ein Thema im Wahlkampf war die Migration, da im Sommer 2017 die BootsĂŒberfahrten von Libyen ĂŒber das zentrale Mittelmeer einen Höhepunkt erreichten. Kern nannte hierbei die Forderungen des ĂVP-Spitzenkandidaten Kurz zur SchlieĂung dieser Mittelmeerroute populistischen Vollholler (im Sinne von âgroĂer Blödsinnâ; Holler = Holundercite-ref-31[31]). Obwohl diese umgangssprachliche Wortwahl nur in einem HintergrundgesprĂ€ch mit Journalisten fiel, wurde sie zum geflĂŒgelten Wort, da sie von Medien aufgegriffen wurde,cite-ref-32[32] und in Folge zum Wort des Jahres 2017 gekĂŒrt.
Kern und die SPĂ orientierten sich beim Wahlkampf am âPlan Aâ und setzten auf traditionell sozialdemokratische Themen wie die Forderungen nach einer Erbschaftssteuer oder einem Mindestlohn. Der Wahlkampf war auch durch Pannen der SPĂ gekennzeichnet, so kam es in Kerns Wahlkampfteam sogar zu Handgreiflichkeitencite-ref-33[33] und dem RĂŒcktritt des bisherigen Kampagnenleiters Stefan Sengl. Das Ende des Wahlkampfes war durch die Silberstein-AffĂ€re geprĂ€gt, nachdem bekannt wurde, dass der von Kern engagierte Wahlkampfberater Tal Silberstein gemeinsam mit einem Team in einem Wiener BĂŒro Facebook-Seiten betrieb, die von der ĂVP als Versuch des Dirty Campaigning bezeichnet wurden.cite-ref-34[34]cite-ref-35[35] Daraufhin trat zwei Wochen vor der Wahl der SPĂ-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Georg NiedermĂŒhlbichler zurĂŒck, bestritt aber jede direkte Beteiligung.
Bei der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 ĂŒberholte die ĂVP die SPĂ mit deutlichem Abstand und wurde stimmenstĂ€rkste Partei. Die SPĂ konnte leicht hinzugewinnen, hielt ihren Stimmenanteil aus der Nationalratswahl 2013 und landete als Zweite knapp vor der FPĂ, die ebenfalls deutlich zulegte. Durch Abwanderung von Stimmen, unter anderem zur SPĂ, schieden die GrĂŒnen nach 31 Jahren aus dem Nationalrat aus.
Opposition
Nach der Wahl bildeten die ĂVP und FPĂ die Bundesregierung Kurz I. Kern wurde als SPĂ-Klubobmann OppositionsfĂŒhrer im Nationalrat. Aufsehen erregte die Gehaltsaufbesserung, durch die die SPĂ Christian Kern zusĂ€tzliche 6129 Euro monatlich gewĂ€hrtecite-ref-36[36], ebenso wie seine Umschreibung der tĂŒrkis-blauen Bundesregierung als Moskauer Pyramide. Zwei Bâsoffene, die sich gegenseitig abstĂŒtzen.cite-ref-37[37] Insgesamt wurde von Kommentatoren die Oppositionsarbeit der SPĂ unter Kern als ânicht spĂŒrbarâ bewertet.cite-ref-38[38] In dieser Zeit wurde unter der FederfĂŒhrung von Kern ein neues SPĂ-Parteiprogramm ausgearbeitet und zudem eine verstĂ€rkte Mitwirkung der SPĂ-Mitglieder an der Parteipolitik angestrebt.cite-ref-39[39]cite-ref-40[40] Nach Kerns RĂŒcktritt wurde diese Reform hingegen vorerst fallen gelassen.cite-ref-41[41]
RĂŒcktritt
Mitte September 2018 gab Kern bekannt, als Spitzenkandidat der SPĂ bei der Wahl zum EU-Parlament im Mai 2019 anzutreten und den Parteivorsitz spĂ€testens nach der Wahl zurĂŒckzulegen.cite-ref-42[42] Da die SPĂ nicht auf einen RĂŒckzug Kerns vorbereitet war, verlief die Suche nach einem neuen Vorsitzenden sehr chaotisch.cite-ref-43[43] SchlieĂlich wurde Pamela Rendi-Wagner als erste Frau an der Spitze der SPĂ zu Kerns Nachfolgerin bestellt.cite-ref-44[44] Kern gab â aufgrund von Unmut der Parteimitglieder und -funktionĂ€re ĂŒber seine Vorgehensweise, sich selbst als Spitzenkandidaten fĂŒr die EU-Wahl aufzustellen sowie seinen raschen unabgesprochenen RĂŒcktritt und laut eigenen Aussagen seiner Einbindung in das âinnenpolitische Klein-Kleinâ â Anfang Oktober schlussendlich seinen vollstĂ€ndigen RĂŒcktritt aus der Politik bekannt. Kern will sich laut eigenen Angaben kĂŒnftig âWirtschaft und Unternehmertumâ widmen.
Als Kerns Nachfolger als Klubobmann im Nationalrat wurde ebenfalls Pamela Rendi-Wagner gewĂ€hlt. Spitzenkandidat fĂŒr die EU-Wahl wurde Andreas Schieder, der zuvor geschĂ€ftsfĂŒhrender Klubobmann war. Sein Nationalratsmandat ĂŒbernahm im November 2018 Katharina Kucharowits.
Nach der Politik
Nach seiner Verabschiedung beim SPĂ-Bundesparteitag im September 2018 gab Kern bekannt, in die Blue-Minds-Gruppe seiner Ehefrau Eveline Steinberger-Kern einzusteigen und als Tech-Unternehmer zu arbeiten.cite-ref-45[45] 2022 gab er seine Gesellschafterposition bei der Blue Minds Group auf und ĂŒbernahm als Nachfolger von Christoph Katzensteiner die operative FĂŒhrung der European Locomotive Leasing (ELL).cite-ref-46[46]cite-ref-47[47] Eine Kandidatur bei der SPĂ-Mitgliederbefragung 2023 schloss Kern aus.cite-ref-48[48]
Ab Juli 2019 war Kern Mitglied des Aufsichtsrats der russischen Staatsbahn RĆœD.cite-ref-49[49] Im FrĂŒhjahr 2019 war als BegrĂŒndung fĂŒr das Aufsichtsratsmandat Kerns dessen gute Vernetzung in Moskau angefĂŒhrt worden. So soll er beim Sankt Petersburger Wirtschaftsforum als Stargast von PrĂ€sident Wladimir Putin gegen die internationalen Sanktionen gegen Russland nach der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim aufgetreten sein.cite-ref-50[50]cite-ref-51[51] Das Amt legte er am 24. Februar 2022 wegen des russischen Ăberfalls auf die Ukraine zurĂŒck. Er begrĂŒndete dies damit, dass die Staatsbahn Bestandteil einer Kriegslogistik geworden sei.cite-ref-52[52] Seit September 2022 ist er als GeschĂ€ftsfĂŒhrer der ELL Austria GmbH tĂ€tig.
Im Oktober 2024 wurde Kern als VizeprÀsident in den Vorstand des European Forum Alpbach gewÀhlt.cite-ref-55[55]
Privates
Kern wurde erstmals im Alter von 22 Jahren Vater und zog seinen ersten Sohn einige Jahre alleine auf.cite-ref-56[56]cite-ref-diepresse-5-2[5] Heute hat er drei Söhne und eine Tochter aus zwei Ehen.cite-ref-57[57] Er war mit Karin Wessely, einer ScheidungsanwÀltincite-ref-58[58] und ehemaligen Kommunalpolitikerin in Mödling, von 1985 bis 1988 verheiratet;cite-ref-n-n-1-59-0[59] mit ihr hat er drei Söhne. Mit Eveline Steinberger-Kern hat er eine Tochter.cite-ref-n-n-1-59-1[59]cite-ref-60[60] Kern ist konfessionsloscite-ref-61[61] und war vom Bundesheer befreit.cite-ref-kurier-15052016-62-0[62]cite-ref-sn-13052016-63-0[63]
Kerns Sohn Nikolaus und Eveline Steinberger-Kern waren auch im Wahlkampf 2017 aktiv. Nikolaus Kern sorgte fĂŒr mediale Aufregung, als er auf Twitter das Vorgehen von Sebastian Kurz bei seiner Ăbernahme des ĂVP-Chefsessels mit derjenigen des ugandischen Diktators Idi Amin verglich.cite-ref-64[64] Nikolaus Kern trat 2019 aus der SPĂ aus.cite-ref-tt-03102019-65-0[65] Kerns zweite Ehefrau war zusammen mit Hans Peter Haselsteiner und Brigitte Ederer an der GrĂŒndung einer Plattform namens âWeilâs um was gehtâ beteiligt, die auf die Verhinderung einer Regierungsbeteiligung der FPĂ abzielte.cite-ref-66[66]
Auszeichnungen
Im Juni 2013 erhielt Kern von der Israelitischen Kultusgemeinde Wien die Marietta und Friedrich Torberg-Medaille fĂŒr die von ihm initiierte Aufarbeitung der Rolle der Bahn wĂ€hrend der NS-Zeit, deren Ergebnisse in der ĂBB-Ausstellung âVerdrĂ€ngte Jahreâ prĂ€sentiert wurden.cite-ref-67[67]
Veröffentlichungen
Kern verfasste mehrere analytische und programmatische Texte. Zu diesen Arbeiten zĂ€hlen Texte zur Medienpolitik in Ăsterreich, zur Rolle der ĂBB, aber auch zur Politik der FPĂ unter Jörg Haider.cite-ref-68[68] Zu seinen Herausgebern zĂ€hlten unter anderen auch die ĂVP-Politiker Erhard Busek und Andreas Khol.cite-ref-69[69]
⹠Christian Kern: Media Monitoring: Die innenpolitische Berichterstattung der österreichischen Tages- und Wochenzeitungen 1993. Diplomarbeit. 1997. UniversitÀt Wien.
Literatur
Weblinks
Commons
: Christian Kern
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikiquote: Christian Kern
â Zitate
⹠Christian Kern auf der Website des österreichischen Parlaments
âą Christian Kern, meineabgeordneten.at
âą Interview (August 2016) ein Jahr nach der Ăffnung der deutsch-österreichischen Grenze fĂŒr FlĂŒchtlinge auf der Balkanroute
⹠Daniela Kittner: SPà zog Notbremse: Das Scheitern eines HoffnungstrÀgers, Kurier, 6. Oktober 2018
Einzelnachweise
cite-note-11. â Ex-Kanzler Kern wird GeschĂ€ftsfĂŒhrer bei European Locomotive Leasing. Abgerufen am 3. April 2023 (österreichisches Deutsch).
cite-note-22. â leo: Neuer Job fĂŒr Ex-Bundeskanzler Christian Kern. Abgerufen am 3. April 2023.
cite-note-33. â Othmar Karas neuer PrĂ€sident des European Forum Alpbach. Abgerufen am 8. November 2024.
cite-note-44. â (Misik 2017), 2. Kapitel, Als Arbeiterkind im Simmering [Kindle-Edition]
cite-note-diepresse-55. â Oliver Pink: Christian Kern, der Calvinist. In: Die Presse. 19. Mai 2017, abgerufen am 18. Juni 2017.
cite-note-66. â Neu am Zug: Der kĂŒnftige Bundesbahnen-Chef Christian Kern im FORMAT-PortrĂ€t. In: trend. 12. MĂ€rz 2010, abgerufen am 20. September 2017.
cite-note-77. â Media Monitoring. Die innenpolitische Berichterstattung der österreichischen Tages- und Wochenzeitungen 1993. Wien 1997, Ăsterreichische Nationalbibliothek (Univ. Diplomarbeit; Signatur 1491775-C).
cite-note-88. â Christian Kern auf meineabgeordneten.at
cite-note-99. â Christian Kern: Zug nach oben, Der Standard, 17. JĂ€nner 2015
cite-note-1010. â Rosemarie Schwaiger: ĂBB-Chef Christian Kern hat Chancen, Nachfolger von Kanzler Faymann zu werden. profil.at, 2. August 2014, abgerufen am 9. Februar 2018.
cite-note-1111. â Christian Kern tritt als Vorstandsmitglied zurĂŒck. In: VERBUND. 9. MĂ€rz 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 3. MĂ€rz 2021; abgerufen am 14. Februar 2024.
cite-note-1212. â Kern wird PrĂ€sident der EuropĂ€ischen Bahnen (Memento vom 6. MĂ€rz 2015 im Internet Archive), Kurier, 27. September 2013
cite-note-1313. â CER General Assembly reappoints ĂBB CEO Christian Kern as CER Chairman and elects a new Management Committee. Community of European Railway and Infrastructure Companies, 24. September 2015, archiviert vom Original am 4. April 2016; abgerufen am 29. September 2015 (englisch).
cite-note-1515. â (Misik 2017), 2. Kapitel, Die Siebziger â Jahre des Aufbruchs [Kindle-Edition]
cite-note-1616. â (Misik 2017), 4. Kapitel, Christian Kern â Mehr Solist als Teamspieler? [Kindle-Edition]
cite-note-1919. â WĂŒrfel gefallen: Kern als SPĂ-Chef so gut wie fix. In: news.ORF.at. 12. Mai 2016, abgerufen am 12. Mai 2016.
cite-note-2020. â SPĂ: Kern holt vier neue Regierungsmitglieder. In: Die Presse. (diepresse.com [abgerufen am 16. Februar 2017]).
cite-note-2121. â Delegierte wĂ€hlen Kern mit 96,8 Prozent zum SPĂ-Parteichef. In: derStandard.at. 25. Juni 2016, abgerufen am 26. Juni 2016.
cite-note-2222. â VollbeschĂ€ftigung bis 2020 ist das Ziel, SPĂ-Homepage, 6. September 2016
cite-note-2323. â Michael Völker: âIch will nicht auf einen Einzeiler reduziert werdenâ Interview mit Video. derstandard.at, 2. September 2016, abgerufen am 3. September 2016.
cite-note-2424. â 88 % der SPĂ-Mitglieder gegen vorlĂ€ufige CETA-Anwendung, Der Standard, 20. September 2016
cite-note-2525. â Ăsterreich und CETA. Ein Ja mit Bedingungen, Deutschlandfunk, 18. Oktober 2016
cite-note-2626. â Christian Geinitz, Stephan Löwenstein: Eine Agenda 2020 fĂŒr Ăsterreich. In: FAZ. 11. Januar 2017, abgerufen am 10. Juli 2017.
cite-note-2727. â âNew Dealâ oder âPlan Aâ? Christian Kern hĂ€lt Grundsatzrede. In: Kurier. 11. Januar 2017, abgerufen am 10. Juli 2017.
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